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Engineered Propulsion Systems nutzt CGI für Luftfahrt-Dieselmotor

[New Richmond, Bridgnorth und Stockholm, 17. Dezember 2015] – Engineered Propulsion Systems (EPS) hat erstmals die Festigkeit und Steifigkeit von Gusseisen mit Vermiculargraphit (Compacted Graphite Iron / CGI -) zusammen mit einem ‘flat V’-Motoren Design vereint und einen neuen Maßstab für die Anwendung in der allgemeinen Luftfahrt gesetzt. Basierend auf einem CGI-Zylinderblock wurde der 4,3 Liter Achtzylinder ein sehr kompakter Motor der durch einfache Installation, Langlebigkeit und niedrigen Luftwiderstandsbeiwert überzeugt. Die Verwendung von CGI ermöglichte es EPS einen komplett neuen Luftfahrt -Dieselmotor zu entwickeln, der in Sachen Gewicht, Größe, Zuverlässigkeit und vor allem Verbrauch neue Maßstäbe setzt. Die ersten Tests mit Prototypen-Motoren haben eine Leistung von 105 PS pro Liter (77 kW/l) nachgewiesen, was zu einer Gesamtleistung von 450 PS (332 kW) führt. Das Einbaugewicht des 450PS Dieselmotors ist nahezu identisch zu 350 PS (257 kW) luftgekühlten Turbo-Motoren, die derzeit in der Luftfahrt Anwendungen finden.

 

Dieser Motor könnte eine neue Ära von Flugzeugmotoren einläuten da dem Graflight Aero Diesel eine höhere Effizienz als jedem anderen Motor in der allgemeinen Luftfahrt zugeschrieben wird. Der Diesel-Verbrennungsprozess an sich und die Gestaltungsfreiheit durch die hohe Festigkeit von CGI gepaart mit Stahl-Kolben reduziert den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen um ca. 30-50% im Vergleich zu konventionellen Flugzeugantrieben. Dies erhöht die Reichweite und die Nutzlast. Mit der Erwartung dass Avgas (bleihaltiges Flugbenzin) verboten wird, steht der EPS-Antrieb, welcher mit kostengünstigem Jet und Diesel Kraftstoff läuft vor einer großen Zukunft.

Derzeit laufen weitere Motor- und Flug-Tests und EPS erwartet die Freigabe der US-Federal Aviation Authority in 2017.

Wie schon in der Prototypenphase werden die Hauptkomponenten auch für die Serienstückzahlen von der Gießerei Grainger & Worrall in England im SinterCast-Prozess hergestellt. Der Motor soll dann in Ein- und Zweimotorigen Flugzeugen sowie in kleinen Hubschraubern, unbemannten Militärflugzeugen und möglicherweise sogar in der Marine Anwendung finden.

“Aufbauend auf unserer Erfahrung mit KFZ-Diesel-Motoren, wussten wir dass Compacted Graphite Iron das optimale Material für das Kurbelgehäuse unseres Graflight-V8 ist.“ sagt Michael Fuchs, Präsident von EPS. “Die Luftfahrtmotoren-Industrie hat sich die letzten 20 Jahre auf eine veraltete Motorentechnik und veraltete Brennstoffe verlassen. Der Einsatz moderner Technologien wie CGI, Stahlkolben, Common Rail Kraftstoffeinspritzung und elektronische Motorsteuerung bilden die Grundlage für unseren Wettbewerbsvorteil und sind sowohl unser Beitrag für die Luftfahrtindustrie als auch unsere Marktchance. Unsere Partnerschaften für die Lieferung von Hauptkomponenten mit bewährten und führenden Lieferanten wie Grainger & Worrall und SinterCast, sind ein Schlüsselelement für unsere Fähigkeit, die strengen Anforderungen durch die Luftfahrtbehörden zu erfüllen.”

 

Edward Grainger, Business Development Director bei Grainger & Worrall und Dr. Steve Dawson, Präsident & CEO von SinterCast sind sich einig: “Wir freuen uns, die Erfahrung von mehr als zehn gemeinsamen Jahren und über 50 modernsten CGI-Motoren-Programmen in dieses spannende Projekt einfließen zu lassen, sowohl in der Entwicklungsphase als auch für die künftige Serienproduktion. Der EPS-Motor ist eine großartige Anwendung für Gusseisen mit Vermiculargraphit (CGI) und bestätigt wieder einmal die Vorteile dieses Materials in modernen Motoren.”

 

Grainger & Worrall ist global führend auf dem Gebiet der Prototypen und Guss-Innovationen und bietet zum einen speziellen Support für Design und Werkzeugauslegung und zum anderen die fertigen Gußteile inkl. Komplett-Bearbeitung. G&W ist in dritter Generation in Privatbesitz und fertigt hochkomplexe Gußteile für Prototypen und Kleinserien. Die Materialien reichen von Grauguß über SinterCast-CGI und duktilen Gußeisen bis hin zu verschiedensten Aluminiumlegierungen. Die daraus entstehenden Bauteile werden inkl. Bearbeitung an die weltweit führenden Automobil- und Luftfahrt-Unternehmen sowie an Motorsport-Teams auf der ganzen Welt geliefert.

 

SinterCast ist Vorreiter im Bereich der Prozessführung für die zuverlässige, hochvolumige Produktion von Gusseisen mit Vermiculargraphit (CGI). Mit mindestens 75% höherer Zugfestigkeit, 45% höherer Steifigkeit und etwa doppelter Dauerfestigkeit im Vergleich zu konventionellen Grauguss-und Aluminium-Materialien ermöglicht CGI die Konstuktion von Motoren mit mehr Leistung und besseren Verbrauchswerten bei gleichzeitiger Reduzierung von Gewicht, Bauraum, Lärm und Emissionen. Die SinterCast-Technologie mit 44 Anlagen in 13 Ländern dient hauptsächlich zur Herstellung von Benzin und Diesel Zylinderblöcken sowie Auspuff-Komponenten für Fahrzeuge zur Personenbeförderung. Mittlere und schwere CGI-Zylinderblöcke und -Köpfe werden auch in Nutzfahrzeugen und Industrie-Motoren für Marine, Bahn, Offroad- und stationären Antrieben verwendet. SinterCast Teile reichen von 2kg bis 9 Tonnen und alle verwenden die gleiche bewährte Prozesstechnik.

Die SinterCast-Aktie wird an der der Stockholmer Börse NASDAQ OMX gehandelt (Stockholm: SINT).

 

Engineered Propulsion Systems (EPS) wurde im Jahr 2006 gegründete, mit dem Ziel einen neuen Motoren-Standard für propellerbetriebene Flugzeuge zu setzen. Die beiden Haupt-Innovatoren und Gründer von EPS haben zusammen mehr als 40 Jahre Erfahrung mit der Entwicklung von Motoren. EPS bietet eine neue Lösung für Ein- und Zweimotorige Flugzeuge und setzt neue Maßstäbe in den Bereichen Kraftstoffverbrauch, Nutzlast, Reichweite, Fluggeschwindigkeit, Haltbarkeit und CO2-Emissionen. Mit Sitz in New Richmond, Wisconsin hat EPS eine Produktionsanlage mit entsprechenden Erweiterungsmöglichkeiten für die künftige Serienfertigung des Dieselmotors Graflight V8 Aero.